Allensbach-Studie 2018/19

"Selbständige IT-Experten hochzufrieden mit ihrem Beruf, aber nicht mit der Politik"

 

IT-Freelancer sind weitaus zufriedener mit ihrer Arbeit als andere Berufstätige und haben fast durchweg ein erfülltes Berufsleben. Das hat unsere Studie ergeben, die vom Instutit für Demoskopie Allensbach (IfD) durchgeführt wurde . Unzufrieden sind die Digitalexperten vor allem mit der Politik – sie kritisieren die unklare Rechtslage rund um (Schein-)Selbständigkeit und fordern die Anerkennung ihrer Tätigkeit als gleichwertige Beschäftigungsform. Nach einer Untersuchung der finanziellen Situation und der sozialen Absicherung der Berufsgruppe im Frühjahr 2018 (siehe unten) bringt die nun veröffentlichte Untersuchung weitere Einblicke in ein bislang wissenschaftlich nur wenig durchleuchtete Gruppe von Erwerbstätigen.

Mit 94 Prozent geben fast alle befragten IT-Freelancer an, dass sie ein erfülltes Berufsleben haben. Das bedeutet, Selbständigkeit ist für sie Wunschmodell der Erwerbsform – und nicht Plan B: Nur für 8 Prozent der Teilnehmer war der Gang in die Selbständigkeit eine Notlösung. An den Gesetzgeber haben die IT-Spezialisten klare Forderungen, insbesondere in Bezug auf das Statusfeststellungsverfahren. Bei diesem Verfahren prüft die Rentenversicherung, ob ein Auftragnehmer als Selbständiger oder als abhängig Beschäftigter betrachtet wird. Rund drei Viertel der Befragten wollen eine Überarbeitung des Statusfeststellungsverfahrens und fordern die Einführung von Positivkriterien, also von Kriterien, die eine selbständige Tätigkeit zweifelsfrei belegen.

Eine ausführliche Darstellung aller Ergebnisse inklusive Grafiken finden Sie im Ergebnisband der Studie „Berufliche Zufriedenheit und politische Forderungen solo-selbständiger IT-Spezialisten". Unter dieser Adresse finden Sie auch unsere Vorgängerstudie zum Thema „Einkommenssituation und Altersvorsorge solo-selbständiger IT-Spezialisten“.

 

Allensbach-Studie 2018

"Alles andere als prekär: Einkommen und Altersvorsorge selbständiger IT-Experten"

 

Ein überdurchschnittliches Einkommen, eine solide Altersvorsorge und eine gute Vermögenssituation – so stellt sich die Lage der meisten Selbständigen in der IT nach einer erstmals vorliegenden Untersuchung dar. In Kooperation mit dem Institut für Demoskopie Allensbach haben wir eine Studie erstellt und dafür mehr als 1.500 freiberufliche IT-Experten aus Deutschland befragt.

Der Anlass für die Erstellung der Studie war, dass Solo-Selbständige in der wirtschaftspolitischen Diskussion gerne pauschal als prekär Beschäftigte und als Risikogruppe für Altersarmut beschrieben werden. Eine faktische Betrachtung der IT-Einzelunternehmer (IT-Freelancer) zeigt jedoch: für diese Gruppe trifft die Vermutung mehrheitlich nicht zu. Nicht nur, dass die überwiegende Mehrheit der Experten den Schritt in die Selbständigkeit nicht notgedrungen, sondern aus dem Wunsch nach Unabhängigkeit machte – satte 87 Prozent des Segments der Soloselbständigen schätzen ihre wirtschaftliche Lage heute als sehr gut oder gut ein, nur zwei Prozent hingegen als schlecht. Dementsprechend zeigen sich 95 Prozent zufrieden bis sehr zufrieden mit ihrem Einkommen, gerade einmal fünf Prozent sind eher oder sehr unzufrieden.

Eine ausführliche Darstellung aller Ergebnisse inklusive Grafiken finden Sie im Ergebnisband der Studie „Einkommenssituation und Altersvorsorge solo-selbständiger IT-Spezialisten“.

 

Experten-Brief

"Experten-Arbeit-stärken"

Leider gibt es weiterin keine Rechtssicherheit für die selbständigen Experten. Daher bieten wir allen Selbständigen die Möglichkeit, sich direkt an die Politik zu wenden. Über die Webseite www.experten-arbeit-stärken.de kann ein persönliches Schreiben konfiguriert und ausgedruckt werden. Dieses können Sie an die Abgeordnete oder den Abgeordneten ihres Wahlkreises und an die Mitglieder der Bundestagsausschüsse für Wirtschaft sowie Arbeit und Soziales versenden. Machen Sie sich für eine zeitgemäße Projektwirtschaft, für einen modernen Arbeitsmarkt, für unsere Jobs und Deutschlands Zukunft stark. Sie brauchen nur zwei Minuten zum Mitmachen.

Der Bundesverband für selbständige Wissensarbeit e.V. setzt sich auch weiterhin für mehr Rechtssicherheit für die freiwillig selbständigen Experten ein - unterstützen Sie uns dabei auf www.experten-arbeit-stärken.de!

Danksagung

ADESW bedankt sich bei den Abgeordneten

In der Regel kommt bei den Abgeordneten des Deutschen Bundestags Kritik an gewissen Zuständen oder geplanten Vorhaben an. Um die wichtige Arbeit der Volksvertreter auch einmal zu würdigen, hat die ADESW sich nach der Verabschiedung des Gesetzes zur Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes und anderer Gesetze bei den Abgeordneten der Koalition für den konstruktiven Dialog im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens bedankt. Wir freuen uns auch zukünftig auf einen kritischen,  informativen Austausch.

ADESW PledgeCard CDU

ADESW PledgeCard CSU

ADESW PledgeCard SPD

Kampagne 2.0

"Experten Arbeit stärken"

Der im Februar 2016 vorgelegte neue Entwurf eines Gesetztes zur Arbeitnehmerüberlassung und anderer Gesetze erfüllte eine unserer zentralen Forderungen: Der Katalog mit praxisfremden und undurchführbaren Negativkriterien war nicht mehr aufgeführt. Stattdessen wurde ein neuer § 611a BGB eingeführt, der den Arbeitnehmerbegriff anhand der bisherigen Rechtsprechung definieren sollte. Damit hat das Arbeitsministerium die Chance vertan, endlich Rechtssicherheit für die selbständigen Experten zu schaffen. Aus diesem Grund wurde die ADESW wieder aktiv: Mit Pledge Cards und persönlichen Botschaften an die Abgeordneten setzen wir uns dafür ein, die Rolle der Selbständigen endlich rechtssicher zu gestalten. Leider wurde der Gesetzesentwurf in den betreffenden Passagen nicht mehr geändert. Doch in der Beschlussfassung des Ausschusses für Arbeit und Soziales wurde erstmals auf die wichtige Funktion der selbständigen Experten hingewiesen - ein großer Erfolg.

Mehr zur Kampagne "Experten Arbeit stärken"

Hier finden Sie die Karten mit den Botschaften

 

 

Kampagne 1.0

"Experten Arbeit retten"

Im November 2015 drohte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sich auf der Suche nach der richtigen Ausgestaltung eines Gesetzes zur Verhinderung von Missbrauch im Arbeitsmarkt zu verlaufen und weit über das vereinbarte Ziel des Koalitionsvertrages hinauszuschießen. Um die Projektarbeit der selbständigen Experten zu retten startetet die ADESW eine bundesweite Kampagne, um Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft auf die drohende Gefahr aufmerksam zu machen. Mit Plakatwänden, Zeitungsanzeigen und persönlichen Protest-Mails an Bundestagesabgeordnete konnte das BMAS dazu gebracht werden, im Februar 2016 einen neuen Gesetzesentwurf vorzulegen, in der eine zentrale Forderung im Grundsatz erfüllt wurde: Der Katalog mit praxisfremden und undurchführbaren Negativkriterien war Geschichte.

Mehr zur Kampagne "Experten Arbeit retten"

Alle Kampagnenmotive